Aktuelle Andachtseite - ev-luth-kirchengemeinden-salzgitter-thiede+immendorf

Evangelisch-lutherische Kirchengemeinden Salzgitter Thiede und Salzgitter Immendorf
Evangelisch-lutherische Kirchengemeinden
Salzgitter Thiede und Salzgitter Immendorf
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Aktuelle Andachtseite

Immendorf

Andacht Dezember 2021

Im Monatsspruch im Dezember 2021 ruft uns der Prophet Sacharja auf: Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR. (Sacharja 2,14)
Die Krimiautorin Agatha Christie erzählt in ihrer Lebensgeschichte: „An eine der Lehrerinnen erinnere ich mich … Sie war mager und klein gewachsen und hatte ein vorstehendes Kinn.
Ganz unerwartet, mitten in einer Mathematikstunde, ließ sie eines Tages eine Rede über
Leben und Religion vom Stapel. „Ihr alle, jede einzelne von euch, werdet einmal eine Zeit der Hoffnungslosigkeit durchmachen. Wer nie in eine verzweifelte Lage gekommen ist, wird nie eine wahre Christin geworden sein oder ein christliches Leben kennengelernt haben. Um Christin zu sein, müsst ihr dem Leben ins Auge sehen und ihm die Stirn bieten, so wie Christus dem Leben ins Auge gesehen und ihm die Stirn geboten hat. Ihr müsst euch der Dinge erfreuen, deren Er sich erfreut hat … Aber ihr müsst auch erfahren, wie Er es erfahren hat, was es heißt, im Garten Gethsemane allein zu bleiben mit dem Gefühl, daß alle deine Freunde dich verlassen haben,
daß jene, die du liebtest und denen du dein Vertrauen schenktest, sich von dir abgewendet haben, und daß Gott selbst dich verlassen hat. Dann halte an dem Glauben fest, daß das nicht das Ende ist. Wenn ihr liebt, werdet ihr leiden, und wenn ihr nicht liebt, werdet ihr niemals die Bedeutung eines christlichen Lebens begreifen.“ Worauf sie mit gewohnter Energie auf die Zinseszinsrechnung zurückkam. Aber es ist doch seltsam, daß mir diese Worte mehr als jede Predigt, die ich je gehört habe, im Gedächtnis haften geblieben sind und viele Jahre später zu einer Zeit neue Hoffnung gegeben haben, als ich von tiefer Verzweiflung erfüllt war“, erzählt sie.
Am Ende ihres Buches schreibt sie: „Glaube, Liebe, Hoffnung, so heißt die oft zitierte Dreiheit. Aber vielleicht schenken wir der dritten Tugend zuweilen recht wenig Beachtung.
Vom Glauben, könnte man sagen, haben wir oft schon zu viel gehabt … Daß die Liebe das Wesentliche ist, wissen wir in unserem Herzen. Aber wie oft vergessen wir, daß es auch die Hoffnung gibt …? Wir sind nahe daran, zu verzweifeln, uns in die Worte zu flüchten:
„Was hat das alles noch für einen Sinn? Hoffnung ist die Tugend, die wir in der heutigen Zeit mehr als alles andere pflegen sollten.“

Hinter uns liegen niederdrückende Zeiten. Die Adventszeit schlägt neue Töne an. Früher war sie eine Buß- und Fastenzeit. Fastentage wurden eingelegt. Die Menschen trugen in der Kirche dunkel oder schwarz. Die Orgel verstummte. Heutzutage ist Advent eine Zeit, auf die wir uns freuen.
Wir feiern mit allen Sinnen, mit Augen, Ohren und Nase. Aus der Küche duftet es nach Zimt, Kardamom und Glühwein. Tannenzweige und Kerzen schmücken die Wohnung.
Die alten Weihnachtslieder werden wieder angestimmt, auch wenn wir schon bei der zweiten Strophe ins Stocken kommen. Und draußen glitzern die Straßen mit tausend Lichtern.
Und sind wir schon grauhaarige Adventsskeptiker, die alles schon so oft erlebt haben, so stecken uns die Kinder aufs Neue mit ihrer Vorfreude an. Aber bei all dem, was uns das Herz erwärmt,
ist das Wichtigste die Hoffnung.
Ganz eindringlich spricht der Prophet Sacharja davon. Aber obwohl er schwere Zeiten hinter sich hat und noch mittendrin im Unheil steckt, sieht er nicht zurück. Er vergräbt sich nicht in Groll, Bitterkeit und Klagen. Er kapituliert nicht und überläßt die Zukunft nicht der Angst. Hoffnung heißt sein Lebenselixier. Er betont immer wieder: Denkt daran: Gott hat uns nicht vergessen.
Er schenkt uns neuen Mut, auch mitten in dunkler Zeit. Es gibt einen viel größeren Raum als mein kleines Leben. „Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR“, sagt Sacharja. Erwartet das Heil von keiner Weltmacht,
keinem Herrscher! Dann fährt er fort: „Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin …
Der Kriegsbogen soll zerbrochen werden … Er wird Frieden gebieten den Völkern.“
Damals wie heute gilt: Gott will in unser Herz einziehen. Er will unsere Niedergeschlagenheit, unseren Pessimismus und unseren Groll mit Freundlichkeit besiegen.
AMEN

(Diese Andacht wurde konsequent in der alten Rechtschreibung verfaßt)


Andacht November 2021

Der Apostel Paulus sagt uns im Spruch für den diesjährigen Monat November zu: Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus. (2. Thess. 3,5)

Langsam neigt sich das Jahr dem Ende zu. Es ist Zeit zur Vorbereitung auf Advent und Weihnachten und damit auch das neue Jahr gleich mit anzudenken, bevor die kommenden Wochen kaum Zeit dafür lassen. Vieles hält jetzt schon in Atem und gibt wenig Gelegenheit, zu sich selbst zu finden, auch Themen in den Blick zu nehmen, die wichtig sind für die Existenz. Dabei eignen sich die dunklen Tage im Spätherbst vom Charakter her gut um manches zu ordnen, sich selbst auch letzten Fragen des Lebens zu stellen, das ganz bewußt vor den Augen dessen zu tun, der das A und das O des Lebens ist.

Wann und von wem der 2. Brief an die Christen in Thessaloniki geschrieben wurde, ist unklar, vermutlich entstand er nicht lange nach dem ersten Brief des Apostels Paulus. Dem Verfasser lag daran, die junge Gemeinde im Norden Griechenlands weiter im Glauben an Christus zu fördern, den von Paulus entfachten Geist wachzuhalten. Was im Leben der Gemeinde noch keinen festen Boden hatte, brauchte Vertiefung und Weiterführung. Das war für die Christen unter zwei Aspekten wichtig: Einmal lebten sie ja in einer multireligiösen Welt mit vielen Göttern und Formen der Anbetung, wo unter Umständen auch dem Geist Jesu widersprechende Einflüsse in das christliche Bekenntnis eindringen konnten. Da war es gut, einen Grundbaustein der Verkündigung Jesu zu betonen, die Liebe Gottes, die größer ist als alles Denken.

Zum Anderen hatten die ersten Christen die Erwartung, der auferstandene und erhöhte Herr werde bald wiederkommen, noch zu ihren Lebzeitenund seine endgültige Herrschaft errichten.
Ihnen war es wichtig, die ganze Existenz daraufhin auszurichten. Nur langsam faßte die Erkenntnis Raum, daß es letztlich gar keinen festen Anhaltspunkt für den Zeitpunkt seiner Wiederkunft gab und man das Warten auf Christus in das normale Alltagsleben mit seinen Gegebenheiten einordnen lernen mußte. Daher war die abschließende Segensbitte für die Gemeinde praktisch sinnvoll und wichtig.

Auf uns Christen heute wirkt sie nicht so aktuell und dringlich. Dabei fußt unser Leben in der Moderne auf ähnlichen Voraussetzungen, auf der Vielfalt der Religionen und Lebenshaltungen, die zum Teil gut miteinander auskommen und in fruchtbarem Dialog miteinander stehen, oft aber auch feindlich gegeneinander agieren. Dazu gesellt sich heute der Atheismus.
Christen können von allem davon direkt betroffen sein. Wo es um Fragen des Glaubens, um die richtige Ideologie geht, hat der Frieden manchmal abrupt ein Ende. Um so wichtiger ist damit die Frage nach der Liebe als Bindeglied zwischen Gott und Mensch. Hier bietet sich Paulus selbst an mit seinem Votum in 1. Korinther 13: Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe …
aber die Liebe ist die größte unter ihnen!

Der 2. Thessalonicherbrief mahnt ähnlich: Es kommt darauf an, im Blick auf Jesu Wiederkunft, die Herzen auf die Liebe Gottes auszurichten. Wir Heutigen haben natürlich längst begriffen: Christus kommt am Ende der Zeit. Meist spielt das im Alltag keine Rolle. Wir überlassen es gern den Alten, sich rechtzeitig zu fragen, was sein wird mit dem Jüngsten Tag, mit Christi Wiederkehr. Geht das bei uns manchmal auf Kosten der Liebe? Mit den ersten Christen sollten wir neu festhalten, daß der Auferstandene mit seinem Geist unter uns gegenwärtig ist und bleibt. Insofern kommt es Tag für Tag darauf an, auf seine Gegenwart gefaßt zu sein, seine Botschaft von Gottes Liebe im Herzen zu bewegen und sie im eigenen Handeln lebendig werden zu lassen.Nehmen wir das konkret in unser Hier und Heute.
Der Advent Christi, das Warten auf Christus ist heute dran, nicht erst morgen. Seine Lebenszusage findet aber mit dem Tod kein Ende.
Sie hat ihr großes Ziel in seiner ewigen Herrschaft am Ende der Zeit. AMEN

(Diese Andacht wurde konsequent in der alten Rechtschreibung verfaßt)



Sankt Johannes Kiche zu Immendorf, Altarkreuz


Gottesdienst in der Immedorfer Sankt Johannes Kiche

Bitte beachten!
Wenn keine Änderung eintritt!   Bitte beachten!
 Der Gottesdienst in der Sankt Johannes Kiche Immendorf ist auf 18    Besucher beschränkt
 Auf Körperkontakt wird grundsätzlich verzichtet
 Beim Betreten und Verlassen des Geländes / der Kirche bitte die    Abstandsregel von 1,50 m einhalten
 Die freie Platzwahl ist eingeschränkt
 Es wird nicht gesungen,Texte zum Mitlesen sind da
 Bitte bringen Sie nach Möglichkeit einen Nasen – Mundschutz mit


Wachet, steht im Glauben, seit mutig und seid stark. (1. Kor. 16,13)
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü