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Thiede


Andacht Mai 2021

Liebe Leserinnen und Leser!
40 Tage nach Ostern, in diesem Jahr am Donnerstag, 13. Mai, feiern wir den Himmelfahrtstag. Viele Männer finden an diesem Tag einen Grund zum Feiern und nennen es „Vatertag“.
Und der Polizeibericht vom 13. Mai 2021 wird wieder eine große Zahl von, wie es im Beamtendeutsch so schön heißt, „hilflosen Personen“ auflisten. Also die Menschen, die sich mit Alkohol ihre ganz persönliche Himmel-oder Höllenfahrt bereitet haben.
In dieser Konkurrenz hatte es der kirchliche Feiertag Himmelfahrt noch nie leicht.
Inhaltlich bewegt das Thema Himmelfahrt zwischen den Polen Verborgenheit –
Jesus entschwindet in den Wolken – und Nähe – Jesus ist bei Gott und wendet sich von dort allen Menschen zu. Er sitzt zur Rechten Gottes, wie wir allsonntäglich bekennen und will uns unter seine Verheißung stellen, weil er alle zu sich ziehen will. Denn der Himmel ist nicht dort, wo Gott ist, sondern wo Gott ist, ist der Himmel. Wir merken: Himmelfahrt, das ist nicht das Ende der Geschichte Jesu, sondern erst der Anfang. Darum möchte ich im Hinblick auf diesen Tag unseren Blick auf das richten,
was Erde und Himmel verbindet, was zeigt, daß es nicht unmöglich ist, daß Himmlisches in unserem Leben eine Rolle spielen kann. Zur Veranschaulichung schreibe ich Ihnen hier eine kleine Legende auf,
sie heißt „Der Blutegel und die Libelle“

„Es war einmal eine Libellenlarve, die verspürte den unwiderstehlichen Drang nach oben, um neue Luft zu schöpfen. Ein Blutegel, der sie des öfteren dabei beobachtete, machte ihr eines Tages deswegen Vorwürfe: „Habe ich vielleicht jemals das Bedürfnis nach dem, was du Himmelsluft nennst? Nein, ganz bestimmt nicht!“ „Ach“, erwiderte die Libellenlarve,
„ich habe nun einmal die Sehnsucht nach oben. Ich versuchte sogar schon einmal, an der Wasseroberfläche nach dem zu schauen, was darüber ist.
Da sah ich einen hellen Schein, und merkwürdige Schattengestalten huschten über mich hinweg.“ Der Blutegel krümmte sich vor Lachen: „Oh, du Spinnerin, du meinst tatsächlich, über dem Tümpel gibt es noch etwas? Glaube mir als einem erfahrenen Mann: Ich habe den ganzen Tümpel durchschwommen. Dieser Tümpel ist die Welt. Und außerhalb gibt es gar nichts.“
„Aber ich habe doch den Lichtschein gesehen und den Schatten“, verteidigte sich die Libellenlarve. „Hirngespinste! Was du fühlen und betasten kannst, das ist das Wirkliche“, antwortete der Blutegel. Aber es dauerte nicht lange, da beobachtete er etwas Seltsames:
Die Libellenlarve erhob sich aus dem Wasser, es wuchsen ihr Flügel, goldenes Sonnenlicht umspülte sie, und sie schwebte schimmernd über den niedrigen Tümpel davon.
Sie ward von dem Blutegel nie mehr gesehen.“

Zum Himmelfahrtstag wünsche ich uns allen die Beharrlichkeit der Libellenlarve. Wenn Sie in sich die Sehnsucht spüren oder die Ahnung haben, daß das, was Sie gerade leben, nicht alles ist, daß es noch etwas anderes gibt, dann halten Sie daran fest!
Lassen Sie sich diese Sehnsucht und Hoffnung nicht von Blutegelmenschen zerstören. Von denen,
die sagen: So ist das nun mal bei dir! So hast du gelebt und dahin haben dich dein Leben und dein Verhalten geführt. So bleibt es!
Wenn es in Ihnen die leise Ahnung gibt, daß es auch anders geht, daß es noch etwas anderes gibt und Ihr Leben noch etwas anderes ausmachen könnte als das, was es jetzt ausmacht, dann folgen Sie bitte dieser Ahnung! Und je mehr sie es tun, desto mehr werden Sie Kraft daraus für sich ziehen.
Es gibt nicht nur das, was man sieht; es gibt auch noch eine Kraft jenseits dessen, was wir jetzt erleben, sehen, fühlen. Eine Kraft, die sich aus Gottes Liebe speist, die in Jesus, dem Christus, ein ganz menschliches Gesicht bekommen hat. Diese Kraft kann uns Flügel wachsen lassen, uns heraustragen aus dem, was jetzt ist und uns ganz neue Perspektiven eröffnen für uns und unser Leben.
Denn Jesus Christus ist „alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden“ (Matthäus 28,18).
AMEN





Gottesdienste in der Thieder Sankt Georg Kiche

Wenn keine Änderung eintritt!  Bitte beachten!
 Der Gottesdienst in der Sankt Johannes Kiche Immendorf ist auf 30    Besucher beschränkt
 Auf Körperkontakt wird grundsätzlich verzichtet
 Beim Betreten und Verlassen des Geländes / der Kirche bitte die    Abstandsregel von 1,50 m einhalten
 Die freie Platzwahl ist eingeschränkt
 Es wird nicht gesungen,Texte zum Mitlesen sind da
 Bitte bringen Sie nach Möglichkeit einen Nasen – Mundschutz mit



Sankt Georg Kirche zu Thiede, Altarkreuz
Wachet, steht im Glauben, seit mutig und seid stark. (1. Kor. 16,13)
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