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Thiede
Sankt Georg Kirche zu Thiede, Altarkreuz

Andacht Februar 2026

Alles beim Alten. Spätestens im Februar schleicht sich der Gedanke ein, daß auch im neuen Jahr vieles beim Alten bleibt. Die weltpolitische Lage, die Situation der Kirchen und Gemeinden und die eigenen Vorsätze? Vermutlich alles beim Alten. Katzenjammer stellt sich ein.
Das neue Jahr kleidet sich mit den alten Klamotten des letzten. Aufbrüche brechen in sich zusammen. Man nimmt sich halt selbst mit ins neue Jahr und bleibt auch der oder die Alte. Verheerend, wenn das die Haltung für den Monat Februar wird. Gut, daß der Monatsspruch aus dem 5. Buch Mose eine andere Richtung vorgibt. Dort steht: Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, der HERR. dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat. (5 Mose 26, 11) Das mag auf den ersten Blick ein wenig irritierend sein. Denn Freude zu befehlen, geht ja auch nicht. Wenn einen eben alles drückt, beschwert und belastet, dann wird es schwierig, freudig zu sein. azu noch, wenn es um Familie geht. Da ist ja selten alles gut und schon gar nicht Friede, Freude, Eierkuchen. Nirgends scheint es mehr Spannungen zu geben als in der Familie, denn die sucht man sich nicht aus, die hat man. Aber trotzdem lohnt es sich, wenigstens für einen Monat, mal der Richtung des Monatsspruchs zu folgen. Mal den Blick auf das Gute zu richten, das Gott dir und deiner Familie gegeben hat. Familie hat ja jeder und hatte mal jeder. Also etwas, was alle Menschen verbindet. Und was hat Gott dir da Gutes gegeben? Es ist leichter, sich an das Schwierige zu erinnern. An die Worte, die verletzt haben. An die Entscheidungen, die zum Zerbrechen von Familien geführt haben. An gefühlte Benachteiligungen und Schlimmeres. Familie ist ja auch der Ort, an dem Furchtbares geschehen kann. Wenn das alles ausgeblendet ist, ließe sich im Blick auf den Monatsspruch leicht erinnern, was einem an Gutem in der Familie widerfahren ist. An Unterstützung vom ersten Atemzug an. An Gehalten- und Getragen Sein. An Zusammenhalt. An Freude, Lachen, gemeinsam Weinen. Geteiltes Leben eben. Aber so wird es nicht überall sein und gewesen sein.
Trotzdem ist Familie der erste Ort, an dem sich erleben läßt, wie Gott sich das Leben vorstellt. An dem sich zeigt, wie er uns Menschen geschaffen hat. Auf den ersten Seiten der Bibel zeigt sich, daß Gott uns als Beziehungswesen geschaffen hat. Wir leben in Beziehungen. Zueinander und miteinander. Wir leben mit der ganzen restlichen Schöpfung in Beziehung. Wir leben mit Gott in Beziehung. So ist das gedacht. In der Familie, in der ich als kleines Baby starte, da erlebe ich das. Ohne die anderen kann ich nicht leben. Ich bin mit ihnen verwoben und im besten Sinne auf sie angewiesen. Das ist das Gute, das mir geschenkt ist: Menschen, die für mich da sind. Die mich durchs Leben begleiten. Die mich so nehmen, wie ich bin. Dafür kann ich dankbar und fröhlich sein. Gerade weil offensichtlich ist, daß das alles andere als selbstverständlich ist. Es bleibt wie das Leben ein Geschenk. Alles beim Alten im Februar, auch im Blick in die Familie? Vielleicht. Vielleicht eröffnet der Monatsspruch aber auch eine neue Perspektive auf das Leben und die Menschen, die dazu gehören: Sie sind ein Geschenk.Ein Grund, fröhlich zu sein und zu mich bei Gott für sie zu bedanken und für sie zu beten. Vielleicht wäre das sogar mal etwas Neues.
AMEN

Diese Andacht ist konsequenterweise in alter Rechtschreibung verfaßt!

Sankt Georg Kirche zu Thiede, Altarkreuz

Andacht Januar 2026

Herausforderungen oder Glück und Freude? Wir können es nicht wissen. Vermutlich ist von allem etwas dabei. Wir müssen es auf uns zukommen lassen. Ich frage mich, welche Richtung ich einschlagen soll. Wo kann ich Orientierung finden? Ich bin auf einem Weg unterwegs. Ein gepflasterter Fußweg, rechts und links wächst Rasen. Der Weg leitet mich, hat eine leicht geschwungene Form. Doch er endet plötzlich. Ein Kantstein als Begrenzung und eine schmale Straße ohne Fußweg kreuzen meinen Weg. Auf die Straße ist ein Verkehrszeichen gemalt. Ein großes rundes Symbol, blauer Grund mit einem weißen Pfeil darauf. Aus meiner Perspektive zeigt dieser Pfeil nach rechts oben. Das Verkehrszeichen gibt die vorgeschriebene Fahrtrichtung an. Es soll der Kollision mit einem Hindernis vorbeugen. Ich könnte dem auch zu Fuß folgen. Doch der Pfeil zeigt auf einen frisch aufgeschütteten hohen Erdwall, der aussieht wie ein Deich an der Küste. Direkt auf das Hindernis vor mir zu. Darüber ist Himmel zu sehen, sonst nichts.Was für eine trostlose Einladung, dieser Richtung zu folgen. Ich stelle mir vor, unter diesem Bild steht die Jahreslosung für 2026: Gott spricht: Siehe ich mache alles neu! AMEN
Worte aus der Offenbarung des Johannes. Geschrieben vor langer Zeit für Christen, die unter der Verfolgung des Römischen Reichs gelitten haben. Eine Trostschrift. Ich stehe auf dem gepflasterten Weg, das Verkehrszeichen vor Augen, und der kahle Erdwall türmt sich als Grenze vor mir auf. Hier ist der Weg zu Ende, denke ich. Der weiße Pfeil auf blauem Grund scheint mir zuzurufen: Komm, geh weiter!  Es ist nicht so, wie es scheint. Komm nur, ich mache alles neu, ruft Gott mir zu. So wie damals den Christen, die unter der Verfolgung gelitten haben. Gott wird seine Hütte bei den Menschen haben. Sie werden ein Volk sein, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und es wird kein Leid und kein Schmerz mehr sein. Denn das erste ist vergangen. In meinen Gedanken folge ich dem Pfeil. Gehe den kahlen Erdwall hinauf.
Erde ist die Grundlage für Wachstum. Die kahle Erde ist eben, wie zur Aussaat vorbereitet. Hier kann alles neu wachsen und grünen. Neues Leben und Hoffnung auf eine friedliche Umgebung, in der alle wachsen können. Nach dem Grün kommt auch anderes Leben dazu. Ich denke, wie sehr unsere Welt gerade solch eine Hoffnung und Trost braucht. Menschen leben in Konflikten, die sich scheinbar nicht lösen lassen. Auf persönlicher Ebene, aber besonders denke ich an die Kriege, Verfolgung und Gewalt in der Welt. Gott spricht: Siehe ich mache alles neu! In Gedanken gehe ich weiter den Wall hinauf. Inzwischen ist er üppig grün und die ersten Blumen blühen. Vögel sind unterwegs, und Schafe weiden zu meinen Füßen. Ich hole tief Luft, komme oben an. Mein Blick geht in die Weite. Blauer Himmel, weiße Wolken spannen sich über mir aus. Ich blicke auf grüne Wiesen, eine Küste und das Meer. Weit wird mein Blick auf den Horizont gezogen. Da hinten geht es immer weiter. Nichts scheint mehr den Weg zu versperren, alles ist möglich. So blicke ich mit Hoffnung und Zuversicht auf das neue Jahr. Es fühlt sich jetzt noch schwer an, und die Sorgen verschwinden nicht einfach. Ich weiß aber, daß es nicht so bleiben wird. Gott wird abwischen alle Tränen. Das erste ist vergangen, Gott macht alles neu. Die Worte begleiten mich und lassen in mir Freude wachsen und den Mut, weiterzugehen in das und durch das neue Jahr 2026.
AMEN







Diese Andacht ist konsequenterweise in alter Rechtschreibung verfaßt!


Wachet, steht im Glauben, seit mutig und seid stark. (1. Kor. 16,13)
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